Samstag, 14. September 2013

Noch kann man's an einer Hand abzählen


Schon wieder Geburtstag und schon wieder keiner da. Das Besondere in diesem Jahr:  
Mein Blog wird 5! 
Ich schätze, damit bin ich ihm zumindest eine kleine Ansprache schuldig. 
Hat jemand Glas und Gabel parat?


Tja, wo fängt man da an. Wenn mir vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, dass dieser Blog heute noch existieren würde, hätte ich ihm wahrscheinlich geglaubt. Nicht, weil ich eine besonders zielstrebige Person mit großem Durchhaltevermögen wäre, sondern weil mir damals schon klar war und heute noch klarer ist, wie gerne ich mit meinen Händen arbeite. Eigentlich wusste ich das schon, als ich fünf war. Seitdem haben sich die beiden Dinger am Ende meiner Arme als unglaublich praktisch erwiesen, wenn es darum ging, Einzelteile in ein hübsches Ganzes zu verwandeln.
Was liegt also näher als "Zeug basteln, Foto machen, Text schreiben"?

Was hier zu Beginn eher eine Art Foto-Parkplatz war, um mich daran zu erinnern, was ich gemacht habe und um einem kleinen Freundeskreis zeigen zu können, was ich mal wieder Tolles gebastelt hatte, wurde bald zu einem Ort, wo wildfremde Leute liebe Kommentare hinterließen. Ich denke heute noch oft genug "Huch, wer bist du denn?" und dann ".. aber cool, dass du da bist!". Grundsätzlich würde ich zwar behaupten, dass ich diesen Blog am meisten immer noch für mich schreibe, aber das schmälert ja nicht die Freude und den Stolz, wenn man merkt, dass es anderen auch gefällt.


In diesem Sinne gebührt die Gratulation eigentlich nicht dem Blog oder mir, sondern euch. Eure Anwesenheit macht, dass dieser Blog mehr ist als eine Ansammlung kryptischer Projektnotizen. Eure Anteilnahme weckt das Bedürfnis in mir, euch gute Fotos zu bieten. Euer Interesse ist mein Ansporn, dieses Fleckchen Internet so schön wie möglich zu gestalten. Also schenkt euch einen Sekt ein und klopft euch kräftig auf die Schulter (am besten nicht mit der Hand, die den Sekt hält).


Ich sag jedenfalls Danke, freue mich, dass ihr da seid und hoffe, dass wir auch in fünf Jahren noch so frisch beisammensitzen.

Dienstag, 10. September 2013

Sini must valge

Vielen Dank für die Genesungswünsche. Mir geht es wieder gut und morgen früh machen der Ninja und ich uns auf, Schiffe gucken, Muscheln sammeln, Zehen in die Ostsee halten.

Vorher will ich euch aber noch kurz was zeigen. Die schöne Estin ist nämlich fertig.


Ich weiß, das Bild ist nicht der Hammer, aber man sieht, worum es geht. Das Tuch ist noch nicht gespannt und krumpelt fröhlich vor sich hin, darum kümmere ich mich, wenn wir wieder da sind.
Vielleicht erinnert sich ja wer, das Tuch wird von außen nach innen gestrickt, d.h. man schlägt Hunderte von Maschen an und hat am Ende nur noch eine Handvoll auf der Nadel, die mit dem Kitchener Stitch verbunden werden. An dieser Stelle hatte die Anleitung leider einen kleinen Fehler und von den beiden Möglichkeiten, wie sie zu interpretieren ist, habe ich natürlich erstmal die falsche gewählt. Also musste ich alles nochmal auseinanderfummeln und neu zusammennähen. War zwar nicht wild, aber ein bisschen unnötig.

Was soll's, das Tuch ist schön geworden und wenn es erst gespannt ist und die Sonne wieder scheint, mach ich nochmal tolle Bilder.

Sonntag, 8. September 2013

Sick and tired


Arte+7, Tee, Salzstangen und ein Buch von Neil Gaiman, das ich schonmal gelesen habe.

Wird alles wieder gut, dauert nur ein paar Tage. 

Sonntag, 1. September 2013

35. Woche

Man soll mit seinen Bildern ja immer Geschichten erzählen.

Gut. Das ist die Geschichte meiner Woche.


Und das die meines Wochenendes.











Das dürfte auch erklären, warum es diese Woche keine Posts gab. Ich hoffe, dieses Rezept für ein wunderbar saftiges Pfirsich-Zimt-Zupfbrot macht es wieder wett. 

Samstag, 24. August 2013

Schönmalerei

Im Zuge der Sommerakademie habe ich vor einigen Wochen bei boesner bestellt, unter anderem einen neuen Aquarellblock. Und um mich mit dem Papier anzufreunden und nicht allzu viel nachdenken zu müssen, habe ich als erstes Projekt was Simples, Narrensicheres gewählt. Der Waldi-Faktor spielte, ich gebe es zu, natürlich auch eine gewisse Rolle.


Die Idee stammt von hier, überhaupt eine schöne Seite für einfache, aber wirkungsvolle Spielereien mit Papier und Farbe. Man lasiert das Papier ganz dünn mit einer Farbe, lässt sie trocknen, zeichnet in die Mitte eine einfache Form mit Bleistift, lasiert alles außenrum dünn, erweitert die Form, lasiert wieder außerhalb der Umrisse, lässt trocknen, zeichnet, lasiert. So werden die Randbereiche immer dunkler und durch die vielen dünnen Schichten (statt einer dicken) bekommt die Farbe eine schöne Tiefe. Damit bekommt sogar der letzte Konst-Noob schöne Bilder hin.


Mein Bild musste natürlich grün werden und weil ich gerade dabei war, habe ich auch gleich den neuen Pinsel (Stärke 20! Hallo streifenfreier Farbauftrag!) ausprobiert. So konnte ich mich auf billigstem Weg mit dem neuen Werkzeug vertraut machen und habe sogar noch was zum an die Wand hängen.


Es sieht bestimmt auch hübsch aus, wenn man das gleiche Motiv noch in anderen Farben arbeitet und die Bilder dann nebeneinander als Reihe aufhängt. Oder ein großes malt und es danach zu Postkarten zerschneidet.

Meins hängt jedenfalls erstmal in der Küche, dort wo vorher ein Licher Werbeplakat hing. Das war auch grün.