Donnerstag, 23. Mai 2013

Blütenzart und graphitgrau

Der Vorteil am Mai: Alle Welt macht random Nahaufnahmen von Blumen, die man wunderbar abzeichnen kann, wenn es bei einem selbst gerade regnet oder Nacht ist.



Der Nachteil an diesem Mai ist: Es ist gefühlt dauernd Nacht oder es regnet. die. ganze. Zeit, sodass man keine tollen Fotos von seinen Zeichnungen machen kann.
Ok, ich hab auch sehr zart schattiert. Mit ordentlich Druck auf dem Stift hätte man sicher mehr erkannt, aber ich hätte Angst, dadurch die Weichheit und Zartheit der Blütenblätter und Mottenflügel zu zerstören.

Ähnlich ätherisch gezeichnet, aber schon etwas älter (vom Januar, sagt das Datum): Ein Apfel (Braeburn) und eine Clementine, bei der ich mich aber nur auf die Konturen konzentriert habe.


(Die Originalfotos stammen aus Rimas Blog, in England scheint das Wetter - welch Ironie - im Moment echt gut zu sein. Das Obst stand mir persönlich Modell und wurde hinterher vernascht.)

Montag, 20. Mai 2013

Alles phasenweise

Schon wieder so ein Post, in dem nichts passiert. Sorry.

Mir ist vor einer Weile mal aufgefallen, dass mein Leben bzw. meine Hobbies trotz fortgeschrittenen Alters (*hust*) immer noch stark von Phasen geprägt sind.
Es gibt Wochen, da könnte ich den ganzen Tag in Wolle baden, Wolle bunt machen, Wolle verspinnen, Wolle verstricken. Da gibt es nichts Tolleres als Wolle.
Dann kommt eine Zeit, in der ich das Skizzenbuch überall mit hinschleppe, (ausnahmsweise) nicht in der Uni mitschreibe, weil die Frisur des Mädels vor mir viel zu interessant aussieht, um nicht gezeichnet zu werden, und auch mal gerne pro Tag fünf Seiten mit nackten Leuten fülle.
Dann gibt es Lese-Phasen, in denen ich mich über Mahlzeiten freue, für die man nur eine Gabel braucht, weil ich mit der anderen Hand das Buch festhalten muss. Diese Phase ist oft von zu wenig Schlaf geprägt, weil es gerade so spannend ist oder ach komm nur noch die eine Seite hups 3 Uhr morgens.
Auch Blog-Phasen habe ich manchmal und.. ja.. im Moment habe ich keine. Seit einigen Tagen ist endlich das neue Netzteil für den Monitor da* und ich genieße es gerade einfach nur, auch was anderes als Diablo II spielen oder höchstens 3 Tabs auf einmal öffnen zu können, ohne dass der Rechner gleich Schluckauf bekommt. Man sollte meinen, jetzt könnte ich Fotos bearbeiten, tolle Texte schreiben, euch meine Kreativität und Wortgewandtheit um die Ohren schlagen.. kommt aber irgendwie nichts.

Vielleicht liegt es am Wetter. Ja, schieben wir es auf das Wetter, das kann in diesem Jahr wirklich für alles Schlechte herhalten. Wahrscheinlich ist es schon ganz deprimiert und deswegen so antriebslos und eintönig. Ein Teufelskreis, aus dem zwangsweise irgendwann einer ausbrechen muss. Wär schön, wenn du das übernehmen würdest, liebes Wetter. Die Erdbeeren würden sich auch freuen. Guck mal, so ungefähr wär schön.



* Ich könnte euch erklären, warum es so lange gedauert hat, aber so im Nachhinein klingt es sogar in meinen eigenen Ohren ein bisschen zu dumm.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Beschäftigter des Monats


Schwarze Materie


Buntes Chaos


Hochgeistiges


Tief Verwurzeltes

Mittwoch, 10. April 2013

Socken +3,5

Amazing Tarnsocken passen sich jedem noch so hässlichen Untergrund an!


Die Fotos zu den Socken hatte ich euch schon im Januar versprochen und dann immer auf gutes Licht gehofft. Aber das Wetter wurde und wurde nicht besser und irgendwann will man so ein Projekt ja auch mal endgültig abschließen.
Gestrickt aus Sheepaints Sock'n Go in der Farbe Spring Morning. Im Strang echt nett, verstrickt entfaltet sich der ganze Schrecken von Farbverlaufsgarnen. Aber gute Qualität, auf dem Bild haben die Socken schon einmal tragen und eine Maschinenwäsche hinter sich.

Als Vorlage diente diese Anleitung von Brenda Dayne. Ich war ehrlich gesagt zu geizig, mir die Anleitung zu kaufen, im Prinzip sind das ja nur normale toe-up Socken mit einem schönen Abschluss oben. Zu meinem Glück haben ein paar Raveler von ihren Projekten so scharfe Detailaufnahmen gemacht, dass ich mir das Muster einfach von den Fotos "abschreiben" konnte. Für den Rest musste eine kostenlose Standard-Anleitung für toe-ups herhalten, bei Bedarf such ich die auch gerne noch mal raus.


Meine Fotos sind nicht ganz so dolle geworden, die Farben fressen auch einiges vom Muster. Aber egal, zu stricken war es ganz spaßig und ich hab ja sowieso meistens Schuhe und Hose drüber. Mit einem musterfreundlichen Uni-Garn wäre das Projekt schon in seiner Geburtsstunde an Langeweile erstickt.
Warum allerdings bei der einen Socke der Abkettrand so schön und bei der anderen so korksig wurde, ist mir ein Rätsel.

Als nächstes noch Zwischenstandsfotos von den blau-lila Socken aus selbstgefärbtem BFL-Nylongarn. Die erste Socke ist fertig, bei der zweiten bin ich kurz vor der Ferse.


Noch ein kurzes Wort zu den Fotos: Hier auf dem Laptop sieht immer alles etwas komisch und vor allem viel zu klein aus, deswegen bitte nicht wundern, wenn die Farben irgendwie falsch/zu lasch/zu krass sind.


Das Muster ist ganz einfach und besteht nur aus vielen rechten und ein paar linken Maschen. So kommen die Farben gut zur Geltung und ich kann nebenbei wunderbar verfolgen, wie Andrew Ryan, Mathias' Solarii oder einfach nur ein paar Zombies bearbeitet werden.
Übrigens habe ich schon früher total gerne meinem Bruder beim zocken zugeschaut, von daher sind Let's Plays - so merkwürdig ich sie am Anfang fand - als Strickunterhaltung eine ziemlich coole Sache. Man bekommt Spiele zu sehen, für die man zum selber spielen viel zu schreckhaft wäre und ich notorischer Nicht-Zuendespieler sehe (und verstehe) auch mal die Endsequenzen, die mir sonst immer verwehrt blieben. Und mal ehrlich, ist immer noch besser als Fernsehen, oder?

Donnerstag, 4. April 2013

Lieblingsfarbe 30

Eine neue Lieblingsfarbe. Ohne richtigen Kontext, einfach nur so.


Dieses Orange erinnert mich sehr an norwegische Honigdosen. Honningcentralen verkauft seinen Honig nämlich nicht im Glas, sondern in einer leichten Blechdose, die den Bienennektar augenblicklich zur outdoortauglichen Frühstückszutat macht. Und ist die Dose leer, kann man darin auch wunderbar krümelfrei Doppelkekse, Kakao, Chilischoten oder Wattestäbchen aufbewahren. Oder ein Schnurtelefon daraus basteln. Oder ein Windlicht. Honig ist schon echt praktisch.