Samstag, 24. Oktober 2009

WIP: Mad Hatter

Dieses Jahr gehe ich auf meine erste richtige Halloween-Party. Kostüm ausdrücklich erwünscht, in der Einladung stand schon, wer unkostümiert kommt, darf angemalt werden. Das fände ich zwar prinzipiell auch lustig, aber irgendwie packte mich dann der Ehrgeiz. Nur leider sah es so aus, dass mir, als ich noch massig Zeit für ein gutes Kostüm gehabt hätte, nichts einfiel, und je näher der Termin rückt, umso bessere und tollere Ideen bekomme ich.

Die erste Idee war der Grinch. Mit giftgrünen Fellstulpen, Weihnachtsfraukleid und Nikolausmütze. Das wäre auf jeden Fall schön warm geworden, aber doch zu teuer. Die zweite Idee war der Hutmacher aus Alice im Wunderland, so einen Hut wollte ich eh schon immer mal haben. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Catwoman (ich gebe zu, dafür fehlt mir an einigen Stellen was), Oogie Boogie (auch da hätte ich an gewissen Stellen noch auspolstern müssen), Rorschach aus dem Watchmen-Comic.. und noch viele mehr. Doof nur, dass die Zeit immer knapper wird.

Aus diesem Grund (und weil ich den Hut haben will!) habe ich mich letztendlich für den Hutmacher entschieden und war heute dafür Stoffe kaufen. Plan B, sollte ich nicht mehr fertig werden, lautet Random Piratendame, ein paar Röcke und Oberteile übereinander, Schokotalerschatz, Augenklappe und Hut. Aber ich bin optimistisch.

Um mich selbst zu motivieren, die Sache nicht erst Samstag Nachmittag im Zug fertig zu nähen, gibt es hier ein kleines WIP.
Das Grundoutfit wird aus meinem Kleiderschrank stammen. Der Hutmacher aus dem Buch hat Schachbrettmuster-Hosen und -Hemd, das werde ich aus Bequemlichkeit durch eine einfache schwarze Hose (oder doch die braune Cordhose? Aber die ist so weit..), ein schwarzes langärmliges Oberteil, darüber eine beigefarbene Bluse mit blauen Streublümchen und die Steampunk-Weste ersetzen. Vielleicht führe ich auch mal wieder die gute schwarze Benetton-Bluse aus, die ich das letzte (und erste) Mal bei meiner mündlichen Abiprüfung anhatte. Mal schauen, das entscheide ich, wenn der Rest fertig ist. Bene besitzt auch noch Hosenträger, ich muss ihn mal fragen, ob er die für sein Kostüm braucht..
Fehlt also noch:
- der Hut (ach ne)
- die gepunktete Fliege
- und zwei bis drei andere Kleinigkeiten, die ich hier nicht direkt verraten will, dem Ganzen jedoch den letzten Schliff geben werden. Die sind dann auch nicht selbstgemacht sondern gekauft und deshalb für diesen Blog eh unwichtig (ha, hab ich mich da nicht gut rausgeredet?)

Für den Hut habe ich einen Meter dünnen braunen Filz gekauft, das sollte reichen. Da der Stoff echt dünn ist, werde ich ihn doppelt nehmen und dazwischen kommt eine Lage Petticoat-Gaze, auch die habe ich heute besorgt. Das Hutband mache ich wohl aus Jersey oder Samt, da wird sich in meiner Stoffkiste noch was finden, und das Schildchen wahrscheinlich aus weißer Pappe.
Einen Stoff für die Fliege zu finden war schwieriger, der, den ich dann gefunden habe, war weiß mit schwarzen Punkten und aus Polyester :( Mal schauen, ob ich dem weiß mit schwarzem Tee ein wenig zu Leibe rücken kann.

So, dann mal ran an den Speck die Butter.

Freitag, 23. Oktober 2009

Snail Mail

Die Post scheint genauso faul zu sein wie ich. Normalerweise sind Amazon-Päckchen ja immer besonders schnell da, aber dieses Mal dauert es irgendwie. Und dass sich in diesem Päckchen die Nabelschnur meines PCs zur großen weiten Welt (sprich: Netzwerkkabel) befindet, macht mich nicht geduldiger. Ich hatte ja gehofft, heute schöne Fotos von den gestern beendeten und heute dem Praxistest ausgesetzten Endpaper Mitts zeigen zu können, aber es sollte wohl nicht sein. Ich könnte die Fotos natürlich wieder über den USB-Stick schieben, aber.. ne, zu faul. Morgen kommt das Päckchen ja bestimmt.

Wie erwartet sind die Stulpen ziemlich winddicht, das gefällt mir besonders. Bei Strick habe ich oft das Problem, dass die Sachen zwar prinzipiell warmhalten, aber sobald ein Lüftchen aufkommt, entweicht die warme Luft durch die Maschen und ich friere trotzdem. Deshalb konnte ich mich bisher auch noch nicht mit Strickschals anfreunden und trage immer einen aus Fleece. Endpaper Mitts 1, Wind 0.

Für die andere Restwolle des Geheimprojekts habe ich mittlerweile auch eine potentielle Verwendung gefunden. Ganz glücklich bin ich mit der Wahl noch nicht, aber es ist das beste, was Ravelry ausgespuckt hat und es ist wenigstens süß, wenn auch sinnlos. Ich weiß auch schon, wen ich damit beschenken werde, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sich derjenige drüber freuen würde. Soviel Konjunktiv.. Ich glaube, ich lasse sie noch eine Weile liegen und warte ab, was sie dazu meint.

Samstag, 17. Oktober 2009

Endpaper Pics

Ich weiß doch, dass ihr es wollt. Dieses stille Flehen, ich kenne es. Ihr wollt Fotos. Und um mich von den wichtigen Dingen des Lebens abzulenken (Texte für die Uni lesen), habe ich euch welche gemacht. Sind nicht die besten, da im Dunkeln und mit Blitz entstanden, die Farben stimmen auch nicht ganz, aber es ist immerhin etwas.


Wie ihr seht, bin ich schon am Daumen vorbei und quasi auf der Zielgerade. Laut Anleitung noch ein Musterrapport, dann wird wieder auf die kleinen Nadeln gewechselt und das Bündchen gestrickt. Man erkennt auch schön, wie der korksige Anfang mit der Zeit langsam besser wurde. Ab und zu verschwindet noch eine Masche ein wenig, aber ich habe noch nicht rausgefunden, woran das liegt.

Die neuen Nadeln zu kaufen hat sich übrigens gelohnt, die Stulpen passen bis jetzt perfekt und halten durch das zweifarbige Muster doppelt so warm.


Meine Sorge, dass die Wolle nicht mehr reicht, war auch völlig unbegründet. Die Knäule sind bisher nur minimal kleiner geworden, vielleicht bleibt sogar genug übrig, um noch was anderes daraus zu stricken. Resteverwertung kann so schön sein.

Freitag, 16. Oktober 2009

Endpaper Mitts

Heute war der Postbote da und hat mir Stricknadeln mitgebracht :) Zwei Nadelspiele von KnitPro, einmal aus Metall in 2,0 (bei so dünnen Nadeln wollte ich nicht riskieren, dass mir das Holz bricht) und einmal aus Holz in 2,75. Von den Holznadeln gab es sogar gleich 6 Stück, falls eine kaputtgeht. Das ist doch mal eine gute Idee.
Komische Nadelstärken, ich weiß, aber die verschiedenen Größen der Enpaper Mitts von Eunny Jang werden irgendwie nur durch verschiedene Nadelstärken erreicht, da wollte ich auf der sicheren Seite sein.

Mein erstes richtiges zweifarbiges Projekt, aus den Resten des Geheimprojekts in "Dusk" und "Porcini". Die Namen der Farben hören sich doch schonmal gut an, oder? Ihr könnt ja mal eure Phantasie fragen, wie das aussieht. Weniger Kreative dürfen meinetwegen auch Google fragen.

Die Sache mit den zwei Fäden gleichzeitig ist mir noch nicht so ganz geheuer, aber es wird besser. Irgendwie muss ich noch ein für mich geeignetes System finden, damit ich beide Fäden auf einer Hand und gleichzeitig bei beiden die richtige Spannung halten kann. Im Moment sind einige Maschen noch ziemlich unregelmäßig.. zumindest in den Augen eines Strickers. Stay tuned..

Sonntag, 11. Oktober 2009

Lebenszeichen

Ich wollte nur kurz Bescheid sagen, dass es mich noch gibt.
Ein neues Netzwerkkabel habe ich allerdings immernoch nicht, deshalb gibt es wieder keine Fotos, da mir der Aufwand zu groß wäre (von der Kamera über den PC auf den USB-Stick auf den Laptop), und soviel zu zeigen gibt es eh nicht.

Das Geheimprojekt ist fast fertig, die wechselnden Farben haben sehr zur Motivation beigetragen und mich das langweilige Muster fast vergessen lassen. Eigentlich ist es schon fast eine Woche "fast fertig", aber der Bind-off (das Abketten? Der Abschluss? Schöne deutsche Übersetzung bitte?) hat mir etwas Sorgen bereitet. Im Muster abketten, wie es die Anleitung wollte, ging nämlich gar nicht, das zog sich zusammen und wurde ekelhaft unelastisch. Abnähen war mir zuviel Aufwand, abhäkeln und zwei zusammenstricken war auch doof. Letztendlich habe ich mich entschieden, ganz normal durch überziehen abzuketten, das bleibt schön elastisch. Sieht natürlich trotzdem anders aus als der Anschlag (auch hier hört sich Cast-on irgendwie richtiger an), aber ich bin wahrscheinlich wieder viel zu perfektionistisch und dem Beschenkten fällt es am Ende gar nicht auf.

Danach werde ich mich auch wieder hingebungsvoller dem Spitzentuch widmen, versprochen.