Freitag, 6. Mai 2016

... und nächste Woche gehen wir anzelten!

Mein Blog ist einer dieser halbtoten Zombie-Blogs geworden, in die man alle paar Monate mal reinschaut, um dann festzustellen, dass es wieder nur einen neuen Post gibt. Ein großes Sorry dafür. Ich verbringe auf der Arbeit zwar den ganzen Tag im Internet, aber eben in ganz anderen Ecken als normalerweise. Wikipedia, Google Translate und Linguee sind meine besten Freunde geworden, nachdem uns in der Uni eingetrichtert wurde, diese Seiten höchstens als allerersten Wegweiser und nur heimlich zu Hause zu verwenden. Die Rache der freien Wirtschaft. 

Nach einigen Hochs und Tiefs habe ich jetzt zumindest wieder Spaß an der Arbeit, das Gefühl, in die richtige Richtung zu laufen (wir erinnern uns) und nebenher noch Zeit für Sightseeing. Es geht voran, slow and steady. 

Und damit ihr nicht ganz umsonst gekommen seid, hier noch ein kleines "Life lately" von März bis gestern Nachmittag: 


Schneeschuhspaziergang hinter'm Haus.


"Noch Kaffee, Schatz?"
Der Stuhl ist da fest installiert und Teil eines "Guck mal wie schön unsere Küste ist (Duh!)"-Projekts in Harstad. Womit ich offiziell auch mal auf den Vesterålen war. 


Vitamin D in Holst Coast und etwas zu eng unter den Armen. Meine Maschenprobe wich etwas von der vorgegebenen ab, aber ich wollte es natürlich nicht wahrhaben. 


Langzeit- und Selbstkasteiungsprojekt Orenburgstola. Wenn ihr da jetzt einen Fehler findet, sagt es mit nicht. Bitte. Die Nadeln haben Stärke 2,0. 


Primärfarbenes Stickprojekt. 


Zukunftspatriotisches Strickprojekt. 

Montag, 22. Februar 2016

Life Lately


Ökolevel 7 completed: Eigene Licht- und Wärmequellen hergestellt.


Italien vor dem Schnee oder: Das Coverbild des Debutalbums meiner imaginären Black-Metal-Ambient Band. 


Die Borderlands nach dem Schnee. 


Warmes Frühstück (Rezept gibt es hier).


Besuch in der großen Stadt (mehr so als Beweisfoto). 


Hipster-Nachmittag. 

Dienstag, 29. Dezember 2015

2015: Voller Tatendrang..

.. in die falsche Richtung. 

Das Jahr war aufregend, keine Frage. Und lehrreich. Ich habe mich endgültig vom Studentendasein losgesagt (sprich: Die Versicherung läuft jetzt auf Basis eines Erwachseneneinkommens) und meinen ersten Vollzeitjob angetreten. Ich habe mein geliebtes Hesseländsche verlassen und bin ans andere Ende der Republik gezogen, auch wenn von Hessen aus gesehen das andere Ende der Republik nie besonders weit weg ist. Ich arbeite im Ausland. Ich habe meine erste Feuerwerksrakete gezündet (big deal!). Ich war das erste Mal angeln, habe meine erste Makrele umgebracht - und aufgegessen. Ich bin in eine richtige Erwachsenenwohnung gezogen, ich habe einen Kühlschrank für mich alleine, eine Waschmaschine, eine elektrische Zahnbürste und einen Herd, der Umluft kann. Neuerdings habe ich sogar ein Auto. Dafür immer noch kein Internet, aber das nur am Rande. Ich habe zu allem Möglichen "Ja" gesagt, und es war meistens gut. Ich habe eine Liste mit Dingen geschrieben, die ich 2015 gemacht habe, und sie zu Hause vergessen.


Was daran jetzt falsch war? Naja. Man möge es mir verzeihen, aber Nordrhein-Westfalen ist nicht unbedingt mein Traumland. Bis zum nächsten erwähnenswerten Hügel sind es mindestens eineinhalb Stunden Fahrt und bis zum Meer trotzdem noch zwei. Nicht einmal ordentlichen Wald gibt es. Ich habe verstanden, dass es mir wichtig ist, mich in einer Landschaft aufzuhalten, die mir gefällt. 
Der Job ist das Beste, was mir passieren konnte, die Kollegen sind nett, die Bezahlung für einen Berufseinsteiger ordentlich, der Zweck des Ganzen relativ sinnvoll und sogar entfernt studienverwandt. Allerdings macht er mich nicht glücklich. Genau wie das Grammatik-Propädeutikum im ersten Semester wird es mir später sicher noch einige Male den Arsch retten, ihn gemacht und daraus gelernt zu haben, aber Spaß habe ich (genau wie damals) keinen dran. Auch das Drumherum, der Umzug, die neue Wohnung, die neue Umgebung, die neuen Leute und die neue Kultur haben mich einiges gelehrt und tun es immer noch, im Positiven wie im Negativen. Ich habe viel Zeit, Nerven und Herzblut in Dinge gesteckt, die es nicht wert sind und dafür andere, wichtige Dinge vernachlässigt. Da war ich zugegeben schon mal weiter, aber wie das eben so ist: Erst losfahren, dann Navi einschalten. 


2015 war holprig, das steht fest. Es war natürlich nicht die ganze Zeit so schlimm, wie ich es jetzt darstelle, aber zwischendurch war es zeitweise auch mal sehr schlimm und sowas will ich in meinem Leben einfach nicht mehr haben. Während ich also immer noch nicht genau weiß, was ich will oder es mir zumindest immer noch nicht eingestehen kann, weiß ich jetzt immerhin etwas besser, was ich nicht will. 


Was ich mir von 2016 erwarte? In erster Linie Kurskorrektur und dann Gas geben. Rudern hab ich gelernt, jetzt muss ich noch lenken üben. Das geht natürlich besser, wenn man nicht ganz alleine für das Boot verantwortlich ist, daher wird das große Projekt für das kommende Jahr, mit dem Ninja zusammenzuziehen. Zum mittlerweile dritten Mal. Im Schlepptau dieses Unterfangens wird hoffentlich im Sommer ein Umzugslaster den gleichen Weg wie 2014 nehmen und schließlich mein Leben im Land in der Ferne abladen. Wo genau, wird sich noch zeigen, da bin ich erst mal nicht wählerisch. Hauptsache Meer und Berge und klare Luft und schöne Menschen. Alles andere wird sich ergeben. Sage ich jetzt mal so, in meiner Versöhnlichkeit mit dem sterbenden Jahr und in voller Erwartung eines neuen. 


Ich wünsche euch allen noch ein paar schöne Feiertage mit euren Lieben, viel Entspannung und vielleicht sogar ein bisschen Schnee für uns alle. Träumt am Limit und schmiedet großartige Pläne, dann wird es, falls ihr sie nicht ganz erfüllen könnt, immer noch toll genug gewesen sein.

Montag, 19. Oktober 2015

Die Tage der Welt

Im September war ich über meinen Geburtstag noch einmal eine Woche im Landet i det Fjerne. Wie das Bild, das ich noch von Norwegen aus gepostet hatte, schon vorausahnen ließ, hatten wir echt Spaß. Hier nun die ganze Story in relativ chonologischer Reihenfolge. 




















Was ich in dieser einen Woche gelernt habe? Machen, einfach machen. Wenn du nach Finnland fahren willst, denk nicht lange darüber nach, fahr nach Finnland. Du kannst dein Abendessen mit Euros bezahlen. Wenn du zu diesem See fahren willst, fahr zu diesem See, egal ob die Sonne schon untergeht. Wenn du diesen Berg besiegen willst, dann besieg ihn, verdammt noch mal. Und wenn es den ganzen Tag dauert (es hat den ganzen Tag gedauert). Auf dem Weg nach oben gibt es Blaubeeren und der Weg nach unten ist sowieso egal.. weil du oben warst. 

Und wenn dir als Deutsche jemand in Norwegen italienischen Weißwein schenkt, bedank dich und nimm es einfach hin. Dinge müssen manchmal keinen Sinn ergeben. 

Donnerstag, 1. Oktober 2015

On a different note

Seit gestern steht meine Anleitung für die Menelaos Mitts auf Ravelry in den Favorites von sagenhaften 1000 Leuten! 

Das sind.. ganz schön viele! Vielen Dank für diese tolle Bestätigung, dass euch der Kram, den ich so mache, echt gefällt. Und jetzt sucht in eurem Stash nach Garn, um euch selbst ein Paar Stulpen zu stricken!