Samstag, 8. Dezember 2012

Schätzchen

Wenn ich wählen müsste, würde ich mich für das Spinnrad entscheiden. Ich weiß, es gibt viele Spindel-Fans da draußen und ich gebe zu, ein Spinnrad nimmt viel Platz (und Geld) weg und ist dabei nicht einmal sonderlich transportabel. Aber ich bin damit schneller, obwohl ich nur zu Hause arbeiten kann, und das ist in meinen Augen ein unschätzbarer Vorteil.

Trotzdem bin ich nicht ganz unempfänglich für die Faszination der Handspindel. Da gibt es echt verdammt schöne Modelle, sie ist schnell mit ein bisschen Wolle in die Tasche gepackt und reißt einem auch kein finanzielles Loch in den Geldbeutel. Und als ich letztens über einige Umwege auf der Seite von Uwe Matthes landete, war es doch mal wieder um mich geschehen.


Meine erste Kopfspindel. Der Wirtel ist aus Ahorn, der Schaft aus Ebenholz. Komplett einheimisches Holz wäre mir ja lieber gewesen, aber das gab es irgendwie nicht und mal ehrlich: Die Gute ist schon ein hübsches Ding.


Mittlerweile habe ich auch eine Theorie, warum die Spindeln alle aus mindestens zwei verschiedenen Hölzern bestehen: Ahorn ist zwar hart und einigermaßen schwer, aber gegen Ebenholz fast schon ein Leichtgewicht. Wäre die Spindel komplett aus Ahorn, wäre sie um einiges leichter und würde wahrscheinlich mehr rumeiern.

Dieser Neuzugang lässt meine Sammlung auf vier anwachsen, zwei davon selbst gebastelt (eine von mir, eine von der guten Katharina und ihrem Papa).



Ganz links "die Neue", daneben der Federleicht-Eigenbau aus einem Buchenholzstäbchen und Fimo Air, mein Einstiegsmodell "Monster" vom Mittelaltermarkt (140g!) und ganz rechts die geschenkte von Katharina mit einem Spielzeugrad als Wirtel. Bald brauch ich auch so eine hohe Vase, die ich mir dekorativ mit Spindeln und Stricknadeln gefüllt auf die Fensterbank stellen kann.

So, und weil man zum spinnen auch Wolle braucht, gibt es die gleich dazu:


Einmal die Sockengarnmischung in dunklen Nadelbaumtönen. An manchen Stellen geht es fast ins Graue, ein paar helle Flecken sind auch dabei, aber im Grunde genommen grün. Und mit 106g genau richtig für ein Paar Socken.


Nochmal das gleiche, aber in petrol und etwas mehr (144g). Die Färbung gefällt mir selbst extrem gut, vielleicht behalte ich diesen Strang auch.


Und zum Schluss noch 164g Polwarth/Seide. Die ist genau so geworden, wie eigentlich dieser Strang von vor einer Weile (ganz rechts) hätte werden sollen.Herbstlich dreckig bunt, mit einem Hauch Immergrün und einer guten Portion Auflehnung gegen den kommenden Winter. Dabei sah das im Topf echt eklig und überhaupt nicht schön aus.


Die Farben auf den Fotos stimmen nicht ganz, da ist weniger blau und das rot ist mehr orange. Aber ich denke man sieht, worauf ich hinauswollte.

So, langer Post, viele Fotos. Wenn euch einer der Wollstränge "Hier, hallo, ich!" zuruft, schaut mal in meinen Stash. Ansonsten habt ihr noch bis heute Nacht Gelegenheit, beim Gewinnspiel zum 2. Advent mitzumachen. Da gibt es auch Wolle, wer hätte das gedacht :D

Kommentare:

  1. Ich finde, die neue Spindel passt gut zu den anderen und hübsch ist sie auch noch.
    Ich hab im Moment leider weder Platz noch Geld um mir ein Spinnrad zu leisten, also spinne ich fröhlich auf der Handspindel vor mich her. Aber ich bin ja auch noch Anfänger und hab sicher noch viel Zeit um mir ein Rad zu leisten.
    Der petrol-farbene Kammzug ist traumhaft!

    AntwortenLöschen
  2. jaja, die Spindelsucht....Ich gehöre auch zu denen, die lieber am Rad spinnen, weil man einfach MEHR schafft! Und trotzdem werde ich am Montag mein Matthes-Paket mit den Spindeln Nr. 4 und 5 abholen *seufz* so ne leichte Lace-Spindel muss man doch mal testen dürfen.... und wie du schon sagst: Sie reißen kein riesiges Loch in den Geldbeutel!

    AntwortenLöschen
  3. Hier gibts in jedem Second Hand-Laden Spinnräder. Hab noch nie gekuckt, was die kosten, aber wäre das grundsätzlich ne Option?

    AntwortenLöschen

Vergesst nicht, dass die Kommentare erst zu sehen sind, nachdem ich sie freigeschaltet habe. Das dient sowohl eurem als auch meinem Schutz (vor allem vor Spambots).