Freitag, 27. Mai 2011

Honeycomb Twist

Ich bin bei Ravelry in einer Gruppe angemeldet, die Designern eine Plattform bieten soll, vor der Veröffentlichung der Anleitung Teststricker für ihre Designs zu finden. Anleitungen teststricken zu lassen ist wie seine Hausarbeiten den Kommilitonen zum korrigieren zu geben. Man selbst weiß perfekt, was gemeint ist, aber ein Leser, der mit der Thematik nicht vertraut ist, versteht nur Bahnhof. Man hat sich jeden Abschnitt so oft durchgelesen, dass man gar nicht mehr merkt, dass die Angabe, nach wie vielen Maschen man mit den Zunahmen beginnen soll, falsch ist. Außerdem bekommt man so relativ einfach mehrere Exemplare des gleichen Teils und sieht, wie andere Garne sich verhalten, ob die Anleitung auch für Brettstricker geeignet ist und so weiter. Ganz wichtige Sache also.

Bisher hatten mich die zur Diskussion stehenden Anleitungen entweder nicht so sehr gereizt, ich hatte nicht das entsprechende Garn im Haus oder die Deadline lag ungünstig. Vor ein paar Wochen waren dann aber Yu Lians Honeycomb Twist Mitts dabei und ich dachte mir, joa, da mach ich mit.


Mein Garn ist Knit Picks Essential Kettle Hand-Dyed in Ivy. Mittlerweile heißt das Garn Stroll, hat aber noch die gleiche Zusammensetzung. Die Kettle Hand-Dyed Linie wurde auch aufgegeben, die "Tonal" Variante scheint aber sehr ähnlich zu sein.


Die hübschen Honigwaben entstehen durch die Kombination aus Zöpfen und einem einfachen Laceelement. Wie man sieht, muss Lace nicht immer federleicht und durchsichtig sein, man kann es auch gut in einer eher "geschlossenen" Textur unterbringen.


Zwischendurch gab es einige Verwirrungen, vor allem was die "Richtung" des Zopfmuster anging und das Loch, das durch das getrennte weiterstricken von Hand- und Daumenteil entsteht. Keine dramatischen Fehler, aber immerhin kleine Ungereimtheiten, die unerfahrene Stricker im schlimmsten Fall vor ernsthafte Probleme stellen können.


Besonders schön finde ich, dass das Bündchen (2re, 2li) direkt in das aus vier Maschen bestehende Zopfmuster übergeht. Dafür müssen ein paar ätzend zu strickende Zunahmen gemacht werden, aber es lohnt sich meiner Meinung nach. Beim CPH wird das ähnlich gemacht, allerdings ohne Zunahmen. Da werden die zwei linken Bündchenmaschen mitverwendet, woraus sich ein 3/3 Zopf ergibt. Das integriert das Bündchen optisch mit in das eigentliche Teil und macht aus einem praktischen Saumabschluss ein designerisches Detail.

Kommentare:

  1. Wow! Die sind ja wunderschön geworden! Die wären mir wahrscheinlich schon zu schade zum anziehen... aber die Farbe! *sabber*

    Du bist und bleibst einfach meine Strickkönigin :)

    Liebe Grüße,
    Sophie

    P.S.: Das Tuch wird von mir geliebt und oft getragen:)

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  2. Die gefallen mir auch sehr gut! Ich glaube, ich werde am Wochenende mal in Ruhe Deinen Blog besuchen, da mich auch Deine Fotos sehr ansprechen.
    Grüße

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